Mit dem Sternsingen gelangen nicht nur die Weihnachtsbotschaft und Gottes Segen zu den Menschen, sondern auch solidarische Hilfe zu Kindern des Globalen Südens, denen es an menschenwürdigen Lebensbedingungen mangelt. Kinder erleben beim Sternsingen, dass sie gemeinsam mit anderen etwas bewirken können und dabei erst noch Spass haben.





Bild missio.ch

Die Sternsinger jubilieren

Segen bringen, Segen sein

Das Sternsingen ist ein alter Brauch: Die Kinder sind dabei als die Drei Weisen verkleidet und ziehen mit erwachsenen Begleitpersonen zwischen Weihnachten und dem 6. Januar in ihrer Gemeinde von Haus zu Haus, tragen Lieder vor und bringen an den Türen einen Segen an. Vor 30 Jahren begann das katholische Hilfswerk Missio, das Sternsingen gesamtschweizerisch zu koordinieren. Heute ist die Aktion mit rund 500 Sternsinger-Gruppen und rund 15’000 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in vielen katholischen Pfarreien gut verankert und wird immer mehr auch ökumenisch durchgeführt, berichtet Radio LifeChannel«Unter den verschiedenen Pfarrei-Aktivitäten hat die Solidaritätsaktion des Sternsingens in weiten Teilen der Schweiz einen hohen Stellenwert. Es ist die grösste Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder», schreiben die «Freiburger Nachrichten». 


Wenn die Sternsinger die Häuser segnen, erbitten sie Gottes lebensspendende Macht und Nähe für unser Leben. Bei der Häusersegnung werden über der Eingangstür die Initialen 20*C+M+B+18 angebracht. Seit den 1960-er Jahren werden die drei Buchstaben als Kürzel für den frühchristlichen Segensspruch «Christus Mansionem Benedicat» (Christus segne dieses Haus) gedeutet. Der Stern symbolisiert die Menschwerdung Gottes, die drei Kreuze stehen für die Dreifaltigkeit Gottes. Umrahmt werden die Initialen von der Jahreszahl.


Beim Sternsingen sammeln die Kinder für einen guten Zweck. Die diesjährige Aktion richtet ihren Fokus auf Kinder mit Behinderungen.Nach offiziellen Schätzungen haben 165 Millionen Kinder weltweit eine Behinderung. Besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern ist der Alltag für diese Menschen nicht leicht. Oft leben sie in grosser Armut und werden nicht ihren Bedürfnissen entsprechend betreut. Dieses Jahr erfahren die Sternsinger am Beispielland Peru, was es bedeutet, dort als Kind mit einer Behinderung aufzuwachsen. Gleichzeitig führt die Aktion Sternsingen unter dem Motto «Wir gehören zusammen» vor Augen, wie wichtig der Einsatz für Kinder mit Behinderungen hier in der Schweiz ist, damit diese am Alltag teilhaben können. 

Herzlich, Markus Baumgartner

 

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