Beat Weber ist nicht nur Pfarrer, sondern seit den Anfängen 1999 auch Mitglied des Careteams des Kantons Bern. Als Notfallseelsorger leistet er Menschen in Extremsituationen Beistand.




 
 

Pfarrer mit vielen Fähigkeiten

Beat Weber wirkt und hilft aus Überzeugung




Ein Mann mit vielen Fähigkeiten: Beat Weber ist Dorfpfarrer in der Kirchgemeinde Linden im Emmental, Bibelwissenschaftler und Fachdozent für Altes Testament am Masterprogramm des Theologischen Seminars Bienenberg BL. Daneben ist er Autor von drei Ausgaben «Werkbuch Psalmen». Dafür erhielt er 2011 den Preis «zur Förderung schriftgemässer theologischer Literatur», der seinem Namen dem einstigen Tübinger Theologieprofessor Johann Tobias Beck verdankt. Das globale Gebetbuch der Psalmen fasziniert Beat Weber seit Jahrzehnten. Die Verbindung von (wissenschaftlicher) Theologie, persönlicher Spiritualität und Kirchesein in unserer Welt liegt ihm besonders am Herzen. Aktuell erschienen ist das Buch «Jona – des widerspenstigen Propheten Zähmung». Damit war er auch auf Radio SRF präsent.


Nun wurde sein Schaffen als Mitglied des Careteams des Kantons Bern in der Regionalausgabe «Thuner Tagblatt» und in der «Berner Zeitung» gewürdigt. Als Notfallseelsorger leistet er Menschen in Extremsituationen Beistand. Wenn Menschen in seiner Funktion zum Einsatz kommen, geht es um «happige Sachen»: schwere Unfälle, Suizid, Kindstod. Während einer Woche pro Jahr ist er als Care-Profi gemeinsam mit einem Care-Giver auf Pikett und leistet im Notfall Opfern von schweren Vorfällen oder deren Angehörigen erste psychologische Betreuung. In der übrigen Zeit kann er nach Bedarf von Fall zu Fall aufgeboten werden.


«Manchmal konzentriert sich unsere Hilfeleistung zunächst auf ganz elementare Dinge wie den Betroffenen zum richtigen Atmen anzuhalten oder ihm zu Trinken zu geben», sagt Weber. «Und manchmal sind wir nur da. Da redet man gar nicht viel. Das ist dann Beistand im wörtlichen Sinn.» Hauptaufgabe sei, den Menschen Hilfestellung zum Wahrnehmen und Verarbeiten der Geschehnisse zu geben. Dazu gehöre auch, sie zu schützen, etwa vor aufdringlichen Medien. «Die Betroffenen müssen trauern können. Wir können als Betreuer eine gewisse Struktur dazu bieten», beschreibt der gebürtige Zürcher Oberländer seine Tätigkeit. Die Motivation dafür liegt in seinem christlichen Glauben, sagt Pfarrer Beat Weber: «Leuten nahe zu sein, denen es nicht gut geht, ist etwas Genuines des Glaubens und der Kirche.»


Herzlich, Markus Baumgartner

 
 
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