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Wie eine Kirche der Schweizer Armut begegnetEine Kirche erscheint prominent im Schweizer Fernsehen: Das Thema war «Armut in der reichen Schweiz». Das Quartiercafé «Coffee&Deeds» der Reformierten Kirche Hirzenbach ist ein Beispiel, wie Hilfe bei den Menschen ankommt. Der Name bedeutet Kaffee und Taten und widerspiegelt das Konzept. Die Kirche hat weitere konkrete Pläne mit dem Quartier.Über 700’000 sind in der Schweiz von Armut betroffen, jede elfte Person lebt unter dem Existenzminimum. Als arm gilt, wer weniger als 2300 Franken pro Monat zur Verfügung hat, berichtet die TV-Sendung «Club» von SRF ab 16’58’’. Porträtiert wird in Schwamendingen im ehemaligen Arbeiterquartier von Zürich ein Café, das Teil der Reformierten Kirche Hirzenbach ist. Im «Coffee&Deeds» sind alle Menschen willkommen, auch solche, die sich das Nötigste kaum leisten können. «Das Ziel ist eine tragfähige Gemeinschaft sowie lebendige Beziehungen. Es tut den Menschen gut, wenn sie sich einbringen können», sagt Bereichsleiterin Deeds, Raffaela Turchi. Im Netzwerk wird daher nicht nur Gemeinschaft, sondern auch Hilfe in schwierigen Alltagsituationen geboten: So geben zum Beispiel pensionierte Lehrer Nachhilfestunden oder es wird bei Bewerbungen und Computerarbeit geholfen. Über 80 freiwillig Mitarbeitende haben sich entschieden, ihre Zeit und Gaben in die Menschen im Quartier zu investieren. Sei es aktiv als Barista, in der Reinigung, im Service, im Backteam, im Deeds-Bereich oder genussvoll als Gast. Alle zusammen geben eine bunte CoffeeFamily. Geschenktes weitergeben Coffee&Deeds wurde im Frühling 2015 eröffnet, wie ein Clip von damals zeigt. In den bald zehn Jahren verkehrten sowohl Touristen, die wegen der guten Google-Bewertung direkt vom Flughafen im Café einkehrten, die verschiedensten Menschen des Quartiers und auch viele, die von Armut betroffen sind. Alle können bei uns geniessen und die, die es brauchen und wollen kriegen Hilfe und eine Aufgabe. Auf diese Weise konnten sich einige wieder im Arbeitsmarkt etablieren und integrieren. Hier bietet das Coffee die Plattform, damit sich Menschen begegnen, Bedürfnisse ausgetauscht und entsprechend Taten (Deeds) in allen möglichen Formen folgen können. Raffaela Turchi: «Wir geben weiter, was wir täglich von Gott und Menschen geschenkt bekommen.» Seit 2015 entstand zudem über das Coffee & Deeds unter anderem die Villa YoYo Hirzenbach und daraus eine Mütterarbeit mit Migrantinnen. Millionenprojekt für das Quartier Mit dem Stefansviertel möchte die Quartierkirche die Erfolgsgeschichte Coffee&Deeds erweitern. Als Kirche erkennbar, wird der Ersatzneubau belebt durch Wohnen, Arbeit & Freizeit, Essen & Trinken und Spiritualität. Es wird gastfreundliche Heimat für ein inspiriertes Hirzenbach. In der Bibel heisst es: «Sucht der Stadt Bestes!» Es geht um den Traum der wiederaufgebauten Stadt, dem Shalom, der simplen Utopie: Wohnen in Frieden. Das Stefansviertel ist sozusagen eine architektonische Umsetzung einer Glaubensüberzeugung. Eine Vision für nachhaltige Quartierentwicklung im multikulturellen Kontext. Ein bedeutender Ort der Begegnung – im Alltag und am Sonntag. Schön und sinnstiftend. Vielfältig und ganzheitlich – so, dass Hilfe ankommt. Herzlich, Markus Baumgartner |

