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Pilger, Prediger und Prophet

 

Ein echter Gigant und bedeutender Singer-Songwriter: Kris Kristofferson hat mit seinen Liedern das Repertoire einer ganzen Generation von Künstlerinnen und Künstlern aus der Country-, Folk- oder Rock-Szene bereichert – von Elvis Presley bis Janis Joplin. Nun verstarb er 88-jährig im Kreise seiner Familie in seinem Haus auf Hawaii. Sein Erbe lebt weiter. Viele Musiker trauern um einen der begabtesten und charmantesten ihrer Zunft.

 
 

He’s a poet, he’s a picker
He’s a prophet, he’s a pusher
He’s a pilgrim and a preacher,
And a problem when he’s stone
He’s a walking contradiction,
Partly truth and partly fiction
Taking every wrong direction
On his lonely way back home

Dieser Refrain aus dem Song «Pilgrim, Chapter 33» charakterisiert auch das Leben von Kris Kristofferson selbst. «Es ist komisch, dass wir nie über den Tod nachdenken, weil wir ihn für deprimierend halten, obwohl wir in Wahrheit sterben werden», sagte Kris Kristofferson, bevor er am Samstag, 28. September, diese Welt verliess. Er wurde 88 Jahre alt, doch schon mit 76 Jahren erkannte er, dass «man mehr hinter sich lässt als das, was vor einem liegt». Der US-Singer-Songwriter und Schauspieler fühlte sich seiner Sterblichkeit immer näher. «Deine engen Freunde und Helden sterben, und du wirst immer nachdenklicher über dein Leben». Deshalb betitelte er sein 2013 erschienenes Album «Feeling Mortal» (sich sterblich fühlen). 

Musiker statt Schriftsteller
Kris Kristofferson gehört zu einer Generation von Country-Sängern, die in den 1960er Jahren die Parameter von Nashville als Outlaws veränderten. In seinen Liedern ging es um Sex, Drogen, urbane Themen und soziale Belange. Er war ein politischer Aktivist und sang gegen den Vietnamkrieg. Alles Dinge, die in der konservativen Welt der Grand Ole Opry kein Thema waren. Seine Musik hat mehr mit Künstlern wie Bob Dylan oder John Lennon als mit traditionellen Country-Musikern zu tun. 1936 in Brownsville (Texas) als Sohn eines Piloten und Generalmajor der US-Luftwaffe geboren, studierte Kris Literatur in Oxford (England), nachdem er das Pomona College in Südkalifornien mit «cum laude» abgeschlossen hatte. Während dem Studium spielte er auch Rugby und boxte. Als angehender Schriftsteller bewunderte er den romantischen Dichter William Blake, entschied sich gegen die Literatur und für eine Karriere in der Musik, als er Johnny Cash in den en 1960er Jahren kennenlernte. Johnny Cash machte seinen Song «Sunday Morning Coming Down» populär. Nach einer Scheidung beginnt er eine Beziehung mit Janis Joplin, die seinen Song «Me and Bobby McGee »zu einem Hit macht.

Jung sterben?
Kris Kristoffersons Beziehung zu Janis Joplin kurz vor ihrem Tod 1970 führt dazu, dass viele ihn für ihren Tod verantwortlich machen. Kris Kristofferson setzte sich bald auch als Schauspieler in Szene. Er war mit Barbra Streisand zusammen, mit der er 1976 den Film «A Star Is Born» drehte. Als er zum Star wurde, zog er von einer Frau zur nächsten, aber Alkohol und Drogen brachten ihn fast um. «Ich habe alles getan, um früh zu sterben», erinnert sich Kris. «Ich habe getrunken, bin in schnellen Autos herumgefahren und habe Motorräder zu Schrott gefahren». Bis etwas Überraschendes passierte, als er in den frühen 1970er Jahren von einem Samstagabend-Benefizkonzert zurückkehrte.

Warum ich, Herr?
Die heute 83-jährige Country Singerin Connie Smith nahm Kris Kristofferson mit zur Kirche. Sie gingen in den Gottesdienst von Pastor Jimmie Snow im Gospel Temple. Kris ging nicht oft in die Kirche. Jimmie Snow war mit Elvis aufgetreten. Er hatte Probleme mit Alkohol und Tabletten, bis er 1958 zum Christentum konvertierte, das Showgeschäft verliess und Pastor der «Assemblies of God» (Pfingstkirche) wurde. Im Gottesdienst wurde Kris Kristofferson berührt vom Lied «Help me», welches unsere Abhängigkeit von Gott ausdrückte. «Ich hatte eine tiefe religiöse Erfahrung während des Gottesdienstes. Es geschah etwas in mir, das ich noch nie vorher erfahren hatte», erzählte Kris Kristofferson live an einem Konzert. Alle knieten nieder und der Prediger sagt: «Wenn jemand verloren ist, dann hebe er bitte die Hand.» Dann geschah es: «Obwohl ich mir nicht vorstellen konnte, so etwas zu tun, fühlte ich plötzlich, wie sich meine Hand hob, in der Hoffnung, dass niemand hinsah.» Dann sagte der Pastor, wenn jemand bereit ist, Jesus anzunehmen, soll er nach vorne kommen. «Und ich dachte, das wird nie geschehen. Aber ich habe mich dabei ertappt, wie ich nach vorne ging. Ich weiss nicht mehr genau, was er zu mir sagte. Er fragte mich wohl nochmals, ob ich Jesus akzeptiere. Und ich sagte, ich weiss es nicht. Ich wusste nicht, was ich dort tat. Er sprach ein Gebet über mir. Das war so eine Befreiung für mich und ich begann vor allen zu weinen. Ich fühlte diese Vergebung, von der ich nicht einmal wusste, dass ich sie nötig hatte.» Er fühlte, dass er seine Familie, seine Freunde und alle, die ihn kannten, verletzt hatte. Er wurde von der Last der Schuld, die er trug, befreit. Er erlebte, dass ihm vergeben worden war. Als Resultat davon entstand 1971 das Lied «Why me Lord»:

Warum ich, Herr, was habe ich je getan?
Um auch nur einen zu verdienen
Von den Freuden, die ich kannte
Sag mir Herr, was habe ich jemals getan?
Das es wert war, Dich zu lieben
Oder die Freundlichkeit, die Du mir gezeigt hast
Herr, hilf mir, Jesus, ich habe es verschwendet
So hilf mir, Jesus, ich weiss, was ich bin
Jetzt, wo ich weiss, dass ich Dich brauche
Also hilf mir Jesus, meine Seele ist in Deiner Hand

Herzlich, Markus Baumgartner

 
 
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