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Lachen aktiviert Lebensfreude

Lachen tut bis in die Seele hinein gut und verbindet Menschen miteinander. Gesundheitsclowns bringen dieses Lachen auch zu Menschen, deren Leben nicht von Leichtigkeit geprägt ist. Zwei davon sind Michèle Mehli und Claudia Duff: Mehli ist Leiterin des Gastrobetriebs «Presswerk» in Arbon, Duff ist Theologin und setzt ihre besondere Qualifikation auch als Seelsorgerin in der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen ein. 

 

Lachen ist gesund. Es kann sogar bei der Heilung von Krankheiten helfen. Der Trend, Humor in der Therapie einzusetzen, kam Ende 1990-er Jahre aus den USA nach Europa. Durch das Lachen werden Stresshormone abgebaut und Endorphine – Glückshormone – produziert. Diese vermindern Schmerzen. In der Schweiz haben sich 14 Gesundheitsclowns im Verein ProClowns organisiert. Sie wollen seit 2010 möglichst viele Menschen glücklich machen, schreibt die Zeitung «Zueriost». ProClowns unterstützen und ergänzen die therapeutische Pflege, in dem sie durch Humor und Lachen die Menschen mit ihren eigenen Gefühlen und Erfahrungen verbinden, Distanz und Ängste abbauen und Selbstheilungskräfte von Körper und Seele aktivieren. Sie sorgen für Atempausen im Alltag von Krankheit oder Alter. Denn: Wer in lachende Augen blickt, spürt Nähe. So kann der Mensch mit Hilfe des Clowns eine Brücke bauen zwischen einer Welt der Menschlichkeit und der oft nüchternen Realität.

Für Menschen in allen Lebenslagen

Eine davon ist Michèle Mehli: Sie wünscht sich, dass Spitäler, Alters- und Pflegeheime als letzte Stationen im Leben von Menschen heitere Orte sein mögen, an denen nicht die Beschwerden, sondern die Gesundheit und die verbliebenen Möglichkeiten im Vordergrund stehen, sagt sie zur «Thurgauer Zeitung»: «Als Gesundheitsclowns sind wir geübt, mit Menschen in speziellen Lebenslagen auf unkonventionelle Art und Weise in Kontakt zu treten», sagt sie als Mitglied des Vereins ProClowns, der Gesundheitsclowns an sozialpädagogische Einrichtungen und Gesundheitsinstitutionen vermittelt. «Und auf deren Bedürfnisse einzugehen, beispielsweise die Füsse einer bettlägerigen Frau im Takt zu schaukeln, um den Hochzeitstanz nochmals zu erleben.»

Lachen öffnet, befreit und ist gesund

Auch Claudia Duff ist ein Mitglied von ProClown und sagt: «Lächeln ist der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen». Es eröffnet einen Raum für Begegnung, ohne ein Wort und ohne dass sich jemand erklären muss. Es ist egal, was man ist, was man kann oder macht. In einem Lächeln steckt die Botschaft der Annahme. 

Es hat sogar die Kraft, einen Streit zu entschärfen. «Und Lachen öffnet, befreit und ist gesund», sagt Claudia Duff. Die Gesundheitsclowns des Vereins trifft man in Spitälern, Langzeitinstitutionen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen an. Sie selbst arbeitet in der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen, die Menschen mit körperlichen, geistigen und psychischen Beeinträchtigungen betreut.

Farbtupfer für Menschen
Die Gesundheitsclowns sind immer zu zweit unterwegs. Zu Beginn bereiten sie sich vor, kleiden und schminken sich. «Jeder Clown hat einen eigenen Charakter», erklärt Claudia Duff gegenüber «forumKirche», dem Pfarreiblatt der Bistsumskantone Schaffhausen und Thurgau. Dann wählen die Clowns ein Thema aus, das sich an der Jahreszeit oder aktuellen Ereignissen orientiert. So sind die beiden Clowns auf der Suche nach einem Skilift, kommen als Putz-Team, Kunstschaffende oder Fotografen. «Wir wollen einen Farbtupfer in das Leben dieser Menschen bringen, ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern, das von Innen kommt», beschreibt Claudia Duff das Ziel. Dies darf auf keinen Fall auf Kosten von anderen gehen. Die Begegnungen laden ein, sich zu öffnen, Belastendes loszulassen und sich spielerisch dem Leben zu nähern. 

Spirituelle Dimension
Das Vorgehen der Clowns erfordert von ihnen eine hohe Sensibilität für die Menschen, denen sie begegnen. Humor hat auch am Sterbebett Platz. Das schildert Claudia Duff am Beispiel zweier Brüder. Der eine habe die Hand des sterbenden Bruders genommen und ihn aufgefordert: «Komm, wir lachen nochmals miteinander.» Da habe dieser die Augen geöffnet, seinen Bruder angeschaut und sie hätten miteinander gelacht. «Das hat mich sehr berührt», so die Seelsorgerin. Für die Theologin Claudia Duff hat Humor eine spirituelle Dimension und damit auch einen wichtigen Platz in Kirchen: «Wir haben ja Anteil am Heiligen – wir sind Licht».

Herzlich, Markus Baumgartner 

P.S. Sie können sich weiter für das Dienstagsmailfest 2022 anmelden und Ihre Stimme für den Award abgeben. 

 
 
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