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Heilsarmee erhält Lob für Integration

 

Nationalrätin Sibel Arslan kam mit elf Jahren mit ihrer Mutter in die Schweiz. Ihr Vater arbeitete zu diesem Zeitpunkt bereits sechs Jahre hier. Zwei Jahre später erfuhr sie von ihm, dass sie keine Türkin, sondern eine Kurdin und Alevitin ist. In der Türkei werden Aleviten unterdrückt. Ihre Religion hat sie geprägt, Politik macht sie für alle. Dabei kam es in der Schweiz zu einem Schlüsselerlebnis mit der Heilsarmee.

 
 

Sibel Arslan (45) ist ausgebildete Juristin und seit 2015 Nationalrätin für die Grünen. «Meine Religion hat mich geprägt, nicht aber eingeengt», erzählt sie auf SRF Kultur. Das Alevitentum ist sehr tolerant. Frauen und Männer sind gleichgestellt, es bestehen keine Kleidervorschriften. Sie versammeln sich in Gemeindehäusern und pflegen ein ausgesprochen gemeinschaftliches Verhältnis untereinander. Zwar wurde das Alevitentum vom Islam beeinflusst, später aber von humanistischem und tolerantem Gedankengut geprägt. Aleviten glauben an Gott – Mystik und Spiritualität sind zentral. Die Aleviten leben ihre Religion einfach und bauen sie selbstverständlich in ihren Alltag ein. Die Grossmutter von Sibel Arslan betete jeden Morgen und bedankte sich bei der Sonne und hat am Abend den Mond begrüsst. Die Natur ist zentral im Alevitentum.

Geschichte mit der Heilsarmee
Für den Start in der Schweiz ist die Nationalrätin der Heilsarmee sehr dankbar: «1991 bin ich mit meiner Familie aus der Türkei nach Basel gekommen. Ich war elf Jahre alt und konnte kein Deutsch. Wir lebten in Kleinbasel in einem schönen Quartier.» Da viele Migrantinnen und Migranten dort lebten, wurde viel türkisch geredet. Die Durchmischung des Quartiers war nicht einfach. Doch dann erfuhr Sibel Arslan, dass es eine Kinderstunde der Heilsarmee gibt, erklärte sie in einem Interview mit der Heilsarmee-Zeitung. Zwei Salutistinnen organisierten einmal pro Woche eine Kinderstunde. Sibel Arslan hat ihre beiden Brüder und ein paar Freundinnen mitgenommen. Sie waren etwa zehn Kinder – alle mit Migrationsgeschichte. Es gab immer Kuchen und Tee: «Wir bastelten, sangen, hörten Geschichten und lernten Deutsch. Ich ging jahrelang dorthin. Diese Nachmittage haben uns Migrantenkindern enorm viel gebracht, ich werde sie nie vergessen.» Die beiden Heilsarmee-Frauen haben Sibel Arslan Zeit, Respekt und Vertrauen geschenkt. Für Sibel Arslan öffneten diese zwei Frauen ihr die erste Tür in die Schweizer Gesellschaft. «Dafür bin ich ihnen bis heute sehr, sehr dankbar.»

Heilsarmee als Integrationsschritt 
Damit schuf die Heilsarmee einen wichtigen Integrationsschritt für Sibel Arslan: «Die Heilsarmee hat mein Bild von der Schweiz stark geprägt. Sie zeigte mir eine herzliche, offene und inklusive Schweiz. Sie ermöglichte meine erste Begegnung mit der Schweizer Kultur – und auch mit dem Christentum, das dieses Land prägt», erklärt Sibel Arslan im Interview weiter. Sie erfuhr zum Beispiel, was Weihnachten bedeutet, und lernte wichtige Werte des Landes kennen. Es hat sie besonders beeindruckt, dass im Christentum so wie bei den Aleviten auch Kerzen angezündet werden. Natürlich gebe es immer wieder negative Schlagzeilen über Kirchen, wegen sexuellem Missbrauch und so, sagt Sibel Arslan: «Aber das darf nicht verdrängen, dass christliche Organisationen wie die Heilsarmee auch viel Gutes und sehr wertvolle Arbeit im sozialen Bereich leisten – in der Kinder- oder Jugendarbeit oder für Menschen am Rand der Gesellschaft. Von diesem sozialen Engagement dürften die christlichen Organisationen durchaus mit mehr Selbstbewusstsein erzählen.» Christliche Werte gehören zu diesem Land: «Man muss einen Glauben nicht teilen, aber respektieren.» 

Herzlich, Markus Baumgartner

 
 
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