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Die beliebteste Schweizer Firma 

Gott sei Dank gibt es Victorinox: Die Schweizer Firma wird mit christlichen Werten geführt. Patron Carl Elsener handelt zusammen mit seiner Frau Veronika aufgrund seines christlichen Glaubens äusserst sozial und mit viel Weitsicht. So wurde Victorinox erstmals zur beliebtesten Firma der Schweiz gewählt. Dies just in dem Jahr, in dem das Unternehmen das 125-Jahr-Jubiläum des Schweizer Militärtaschenmessers feiert. 

 

Das Taschenmesser von Victorinox ist vielen Menschen ein treuer Begleiter. In diesem Jahr wurde das Schweizer Offiziers- und Sportmesser 125 Jahre alt. Die Firma hat sich von der kleinen Messerschmiede Elsener am Fusse der Mythen zum global agierenden Konzern entwickelt. Im Talkessel von Schwyz arbeiten heute mehr als 1000 Beschäftigte – davon stammt knapp ein Drittel aus anderen Ländern. Victorinox ist damit der grösste industrielle Arbeitgeber im Kanton Schwyz. 1897 liess Messerschmied Karl Elsener – der Urgrossvater von Carl Elsener – das «Original Offiziers- und Sportmesser» patentieren. Das Messer mit rotem Griff und Schweizer Kreuz ist seither rund um die Welt ein Inbegriff. Am Hauptsitz in Ibach werden heute täglich 45’000 Taschenmesser und 90’000 Haushalts- und Berufsmesser hergestellt. 

Beliebtes Unternehmen

Keine Abzockerlöhne, hohe Einsteigergehälter, keine Dividenden für die Inhaber, keine Sparprogramme auf dem Buckel des Personals: Der Messerhersteller Victorinox wird ganz anders geführt als die meisten anderen Unternehmen. Dass sie erstmals die beliebteste Firma der Schweiz geworden ist, sei daher kein Wunder, schreibt die «Sonntagszeitung». Erstmals schaffte es das Unternehmen im jährlich erstellten «Swiss Reputation Ranking» des Marktforschungsunternehmens GFK auf den ersten Platz. Victorinox geniesst somit den besten Ruf in der Schweizer Bevölkerung – und überrundete die langjährige Ranglistenerste, die Migros. Das liegt einerseits an der Qualität der praktisch unzerstörbaren Messer: In einem Arbeitsschritt werden die Klingen mit einer Toleranz von 0,01 Millimetern geschliffen – ein Haar misst 0,06 Millimeter. «Wir arbeiten mehr als haargenau», ist ein beliebtes Wortspiel in den Produktionshallen in Ibach. Auf der anderen Seite basiert die Beliebtheit von Victorinox auf der besonderen Unternehmenskultur. 

Nach christlichen Grundsätzen

Am Stammhaus in Ibach prangt ein Fresko eines Messerschmieds, zusammen mit dem Motto «Deus providebit» («Gott sorgt vor»). «In christlicher Nächstenliebe», heisst es in einer firmeninternen Schrift, soll in ihrem Unternehmen «einer des anderen Last tragen helfen» und «jeder sich für den anderen mitverantwortlich fühlen». Die Familie Elsener betrachtet Fabrik und Anlagen nicht als Eigentum, sondern zur guten Verwaltung anvertraut. Victorinox wurde von Beginn nach christlichen Grundsätzen geleitet und lebt diese Werte auch heute noch. «Die Familie Elsener ist sehr gläubig, und die christlichen Werte spiegeln sich in ihrer Haltung als Unternehmer – neben dem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur behandelt die Familie Elsener ihre Mitarbeitenden mit Respekt und Dankbarkeit», schreibt das Wirtschaftsmagazin BILANZ. 

Carl Elsener sagt: «Auch heute suche ich die Sicherheit und Ruhe im Gebet, wenn mich ein unternehmerischer Entscheid belastet». Und der sonntägliche Gottesdienst gehört für ihn genauso dazu wie die vielen Sitzungen und Konferenzen. Er erinnert sich zurück an die Mutter, die der Kinderschar abends aus der Bibel vorlas, und an die Grossmutter, die vor dem Frühgottesdienst jeweils die Büros lüftete. So wie er erzogen wurde, führt Carl Elsener das Unternehmen. Zuoberst steht das biblische Gebot: «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.» Nach diesem Grundsatz will der Chef mit der Belegschaft ein von Respekt, Vertrauen und Dankbarkeit geprägtes Verhältnis pflegen.

Gute Löhne und keine Entlassungen

Nicht die Gewinnmaximierung ist in Ibach das oberste Ziel, sondern der Erhalt der Arbeitsplätze. Von den rund 1000 Angestellten in Ibach sind 126 Ungelernte. Rund zwanzig Mitarbeitende haben eine körperliche Beeinträchtigung und erhalten eine IV-Teilrente von 25 bis 50 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt auch vereinzelte Mitarbeitende, die eine volle Rente erhalten, jedoch zum Erhalt einer Tagesstruktur einer leichten Tätigkeit nachgehen. Noch nie hat Victorinox Mitarbeitende entlassen, die aus gesundheitlichen Gründen ihre Leistung nicht mehr hätten erbringen können. Und auch in schlechten Zeiten werden Angestellte nicht einfach entlassen. Immer ein Thema ist die Integration Menschen aus anderen Kulturkreisen, von Jugendlichen mit Migrationshintergrund (Lehrstellen) und von Menschen mit einer Behinderung. 

Bei Victorinox gibt es bewusst eine geringere Schere zwischen den höchsten und tiefsten Einkommen. Der Lohn von Firmenpatron Carl Elsener liegt nur vier- bis fünfmal höher als das Einstiegsgehalt: Der Mindestjahreslohn für ungelernte Einsteiger in der Produktion liegt bei 53’600 Franken – rund zehn Prozent höher als im Branchendurchschnitt. Victorinox ist seit 1980 eine Aktiengesellschaft. Die Familie hat seither nie eine Dividende bezogen, sondern den Gewinn immer ins Unternehmen investiert oder damit Reserven gebildet. Um das Familienunternehmen langfristig zu sichern, brachten im Jahr 2000 sämtliche elf Geschwister der vierten Generation ihre Aktien in eine Stiftung ein. Nach einem erfolgreichen Jahr werden die Mitarbeitenden am Erfolg beteiligt; alle erhalten eine gleichgrosse Gratifikation. Victorinox bietet kostenlose interne Sprachkurse in Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch an. Eine tägliche «Balance Time» fördert die Bewegung am Arbeitsplatz und damit die Gesundheit.

Reserven bilden, keine Schulden

Andere Firmen ächzen derzeit unter den hohen Stahlpreisen, müssen die Produktion drosseln und die Preise drastisch erhöhen. Victorinox ist davon verschont, obwohl sie enorm viel Stahl braucht. Denn in ihrem Lager liegen 3500 Tonnen Stahl und andere Rohmaterialien. Das reicht für eine ganze Jahresproduktion. Reserven bilden, vorsichtig wirtschaften, keine Schulden machen: Das ist schon lange die Devise der Familie Elsener. Zu den hohen ethischen Grundsätzen gehört auch die Schonung der Ressourcen. Sowohl die Materialien als auch die Prozesswärme werden wiederverwendet. Victorinox wurde dafür mit dem Schweizer Umweltpreis ausgezeichnet.

Die christliche Haltung zeigt sich auch in der grossen Bescheidenheit der Familie: «Das Verständnis von Unternehmertum ist mit hohen moralischen Ansprüchen hinsichtlich der Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden aber auch der Umwelt sehr zeitgemäss. Die tadellose Reputation und Bekanntheit des Schwyzer Familienunternehmens rund um den Globus sind das Ergebnis dieser Haltung», schreibt das Wirtschaftsmagazin BILANZ. Wen immer man auch fragt: Niemand hat an Victorinox etwas auszusetzen. Selbst von der gewöhnlich kritischen Gewerkschaft Unia, kommt Lob. Der Innerschweizer Industriesekretär Alex Granato sagt: «Es gibt bei Victorinox keine negativen Punkte.» 

Herzlich, Markus Baumgartner

 
 
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