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Der Pastor von Kamala Harris

 

In den wichtigen Momenten wendet sich die US-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris an ihren spirituellen Berater. Amos Brown ist nicht nur eine Persönlichkeit der Bürgerrechtsbewegung in den USA und ein Weggefährte von Martin Luther King. Er ist auch der Pastor von Kamala Harris. Die Beziehung der US-Präsidentschaftskandidatin zu Amos Brown ist langjährig und eng.

 
 

Reverend Dr. Amos C. Brown jr. und Kamala Harris beteten gemeinsam in einem Hotelzimmer in Washington, um 2021 ihre Amtseinführung als Vizepräsidentin zu feiern. Bevor Kamala Harris sich im Juli 2024 entschloss, offiziell in das Rennen einzusteigen, fragte sie den heute 83-Jährigen um Gebetsunterstützung. Amos Brown zitierte im Gespräch mit Harris seinen Lieblingsbibelvers Micha 6:8. Er soll sie daran erinnern, «Gerechtigkeit zu üben, Barmherzigkeit zu lieben und demütig vor deinem Schöpfer zu sein». Der Auftritt und das Gebet von Amos Brown auf dem Parteitag der Demokraten waren ein Höhepunkt in der Beziehung zwischen Brown und Harris, schreibt die «Washington Post». Gemeinsam mit Brown sprach auch Rabbinerin Lauren Holtzblatt, Co-Leiterin der Synagoge Adas Israel in Washington, ein Schlussgebet: «Lasst ein Licht auf sie scheinen, damit sie sich weiterhin für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und reproduktive Freiheit einsetzen können.»

Wer ist ihr Pastor?
Amos Brown wurde in Jackson (US-Bundesstaat Mississippi) geboren, wohin sein Urgrossvater als Sklave kam. Amos Brown war 14 als der ebenfalls 14-jährige Emmett Till nicht weit entfernt ermordet wurde. Das brachte Brown dazu, den ersten Jugendrat der Bürgerrechtsbewegung NAACP (National Association for the Advancement of Colored People) zu gründen. Als Belohnung dafür nahm die Ikone der Bewegung, Medgar Evers, den Teenager 1956 im Auto mit nach San Francisco zu einem NAACP-Kongress. Später war Amos Brown einer von acht Studenten, die 1962 eine seltene Vorlesung von Martin Luther King am Morehouse College besuchten. 1976 wurde er Leiter der prominenten Third Baptist Church in San Francisco und sucht nun nach 48 Jahren als leitender Pastor einen Nachfolger. Er tut dies in einer Zeit des Wandels in der schwarzen Kirche. Sie sucht nach neuen Wegen, um jüngere Menschen zu erreichen, die weniger mit den Institutionen des schwarzen Christentums verbunden sind. In dieser Hinsicht hat er eine ähnliche Aufgabe wie Kamala Harris, die mit einem politischen Umfeld konfrontiert ist, in dem jüngere schwarze Wähler es zunehmend ablehnen, automatisch demokratische Politiker zu unterstützen, schreibt die «Washington Post» weiter. 

Die besondere Kirche in San Francisco
Die Third Baptist Church wurde 1852 als älteste afroamerikanische Kirche in San Francisco gegründet. Sie gehörte lange Zeit zur Elite der schwarzen Kirchen und war ein beliebter Treffpunkt für politische Führer. Man nannte sie «die Seidenstrumpfkirche», was ihre wohlhabenden Besucher widerspiegelte. Als Amos Brown ankam, füllten sich die Plätze im Altarraum bereits eine Stunde vor dem Gottesdienst. Third Baptist sei im Laufe der Jahre von fast 4000 Mitgliedern auf etwa 800 geschrumpft, erklärt Amos Brown. «Was mich und Kamala Harris zur Kirche hingezogen hat, ist aber geblieben.» Insbesondere die Konzentration auf die Lösung sozialer Probleme wie wirtschaftliche Ungleichheit und systemische Ungerechtigkeit. «Kamala Harris wusste, dass diese Kirche das Beste der schwarzen Theologie und des schwarzen Glaubens repräsentiert.» Kamala Harris ist bis heute beitragszahlendes Mitglied.

Sie sang im Kinderchor
Kamala Harris hat eine hinduistische Mutter, einen anglikanischen Vater und einen jüdischen Ehemann. Pastor Amos Brown sagt zu ihrem Glauben: «Kamala Harris ist mit einer ganzheitlichen Spiritualität in Berührung gekommen, die von sozialer Gerechtigkeit, Befreiung und persönlicher Erlösung spricht. Das ist der Grund für ihr Engagement – nicht um einen Titel zu haben, sondern um zu dienen. Weil sie Jesus ernst genommen hat.» Als Kind wuchs sie in Oakland und Berkeley (US-Bundesstaat Kalifornien) auf. Da wurden Kamala Harris und ihre Schwester von einem engen Nachbarn und Freund der Familie in die 23rd Avenue Church of God gebracht – eine charismatische schwarze Kirche in Oakland. Sie sangen im Kinderchor. «Dort habe ich gelernt, dass ‚Glaube‘ ein Verb ist und dass wir ihn leben und in die Tat umsetzen müssen“, schreibt Harris in ihren 2019 erschienenen Memoiren. Amos Brown kennt Harris und ihre Familie seit mehr als zwei Jahrzehnten und nannte Harris‘ Mutter «eine grossartige Gelehrte und Wissenschaftlerin». Harris‘ Mutter, Shyamala Gopalan Harris, war eine Hindu aus Chennai (Indien), die in der Brustkrebsforschung tätig war. Harris‘ Vater, Donald Harris, ist ein schwarzer Baptist und emeritierter Professor an der Stanford University. Ihre Eltern vermittelten ihr Erfahrungen aus der hinduistischen und baptistischen Tradition, als sie aufwuchs. In ihren Memoiren schrieb Harris, dass ihre «frühesten Erinnerungen an die Lehren der Bibel von einem liebenden Gott handeln, einem Gott, der uns auffordert, für diejenigen einzutreten, die nicht für sich selbst sprechen können und die Rechte der Armen und Bedürftigen zu verteidigen.» Weiter sagte Amos Brown zur Zeitung «Mississippi Today»: «Kamala Harris ist vor allem ein gutes und anständiges menschliches Wesen. Wenn wir mehr Menschen mit ihrer Integrität und ihrer Persönlichkeit in dieser Welt hätten, kämen wir der geliebten Gemeinschaft näher, die sich Dr. Martin Luther King vorgestellt hat.»

Herzlich, Markus Baumgartner

 
 
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