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Der gläubige und weise ÖkonomAdriel Jost wagt es, die Schweizerische Nationalbank zu kritisieren. Dabei geht es ihm nicht um die persönliche Profilierung, sondern um die Anliegen der Schweiz. Der als Berater und Referent tätige Ökonom wird immer wieder von Medien beigezogen, um über komplexe Themen wie Geldsysteme und Finanzmärkte zu sprechen, oder Ereignisse aus der Welt der Banken einzuordnen. Der selbstständige und unabhängige Ökonom ist auch Präsident der ethischen Denkfabrik Liberethica und steht offen zu seinem christlichen Glauben.Nicht viele getrauen sich einen Auftritt auf dem kritischen und polarisierenden Portal «Insideparadeplatz». Das Schweizer Finanzportal wurde 2011 vom Wirtschaftsjournalisten Lukas Hässig gegründet und berichtet täglich über den Bankenplatz Zürich und darüber hinaus. Der Blog ist für investigative Recherchen zu Skandalen wie Raiffeisen/Vincenz, aber auch für einen kontroversen Stil bekannt. Das Portal richtet sich an 18’000 Newsletter-Abonnenten und erreicht hohe Klickzahlen. Beim Interview mit Adriel Jost fragt ihn Lukas Hässig zuerst zur Herkunft seines Vornamens – «Der Name stammt aus dem Alten Testament in der Bibel» und fragt dann gleich, ob das etwas mit dem Glauben zu tun hat: «Ja, sicher mit dem Glauben meiner Eltern. Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und immer noch eine gläubige Person», antwortet Adriel Jost. Er ist in der Innerschweiz in einer täuferischen Freikirche gross geworden. Inwiefern ihn das prägt in dieser Welt, in der wir uns befinden? Adriel Jost: «Es zeigt sich darin, wie man das Leben lebt, welche Bedeutung es hat. Politisch gesehen führt es bei mir einerseits zu freiheitlichen Überzeugungen, spezifisch der Überzeugung, dass jedes Individuum wichtig ist. Andererseits ist mir dadurch auch die wichtige Rolle klar, welche die Werte in der Gesellschaft spielen.» Ökonomie und die Bibel Ökonom, Berater und Autor Adriel Jost engagiert sich auch als Präsident der Denkfabrik Liberethica, die sich aus ethischer Überzeugung für freiheitliche Lösungen einsetzt. Adriel Jost betont dabei immer wieder die christlichen Wurzeln des Liberalismus, zum Beispiel im Artikel «Ohne Weihnachten keinen Liberalismus» und die Wichtigkeit für eine Gesellschaft, sich wieder vermehrt dem Wettbewerb der Weltanschauungen zu widmen. Die Geschäftsführerin von Liberethica, die katholische Theologin Béatrice Acklin Zimmermann, thematisiert regelmässig die teilweise auch in der Schweiz unter Druck stehende Meinungsfreiheit für Christen (Artikel hier). Herzlich, Markus Baumgartner |

