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Afrikaforscher mit Herz für Gott

David Livingstone war Arzt, Missionar, Astronom, Geograph, Naturwissenschaftler und Entdecker. Als solcher durchquerte er Gebiete Afrikas, die vor ihm kein Europäer gesehen hatte. So machte er mit einem Ochsenwagen einen beschwerlichen Marsch durch die Kalahari Wüste oder folgte dem Lauf des Flusses Sambesi und entdeckte dabei die Victoriafälle. Das machte ihn im Vereinigten Königreich zu einem Nationalhelden. Vor 150 Jahren kam es zu einer legendären Begegnung. 

 

David Livingstone zählt bis heute zu den Pionieren der Erkundung Afrikas. Zu seinen herausragenden Leistungen gehört die Erstdurch- querung des Kontinents. Bei seinen ersten Ausflügen wurde Livingstone von einem Löwen verletzt. Bei seiner Rückkehr nach Grossbritannien 1856 wurde Livingstone als grosser Entdecker und Held gefeiert. Sein Buch «Missionsreisen und Forschungen in Südafrika» machten ihn international bekannt. 1858 ernannte ihn die Regierung zum britischen Konsul für die Ostküste Afrikas sowie zum Leiter einer Expedition zur Erforschung von Ost- und Zentralafrika. Er kehrte nach Afrika zurück, wo 1858 seine zweite, die grosse Sambesi-Expedition begann. 

1813 in Schottland geboren ist David Livingstone in einem frommen Elternhaus aufgewachsen. Schon früh fühlte sich der arme Weber­lehrling dazu berufen, Missions­arzt zu werden. Sein Studium absolvierte er als Werkstudent, wurde nach Afrika aus­ gesandt und dort vom Mitleid für das Elend der Schwarzen ergriffen. Auf nie beschrit­tenen Pfaden suchte er der Mission neue Gebiete zu erschliessen und war dabei Missionar, Geograph, Naturwissenschaftler, Astronom, Arzt und Handelsdirektor in einer Person, schreibt Horst Flachsmeier in einer 104-seitigen Biographie. Es gelang ihm die Entdeckung von mächtigen Flüssen und Binnenseen, die er, wie die Victoria-Wasserfälle, selber be­nannte. Eine Zeitlang teilte auch seine Familie mit ihm die Gefahren in Wüste, Urwald und Steppe und widerstand den wilden Tieren, Naturgewalten, Krankhei­ten und sonstigen Feinden der Mission. Um dem grauenvollen Sklavenhandel zu weh­ren, wagte sich Livingstone tief bis in das Innerste Afrikas vor, suchte von dort einen Weg zum Meer und durchquerte schwer­ krank als erster das ganze Afrika von der West- bis zur Ostküste. «Nichts auf der Welt wird mich dazu bringen, vor Verzweiflung meine Arbeit aufzugeben. Ich fasse Mut in meinem Gott und mache weiter», sagte Livingstone.

Sagenumwobenes Treffen
Vor 150 Jahren machte der Journalist Henry Morton Stanley am Tanganjika-See den verschollenen Afrika-Forscher David Livingstone ausfindig. Das Treffen sorgte 1871 weltweit für Schlagzeilen – und war für das Schicksal Zentralafrikas mitentscheidend. Als Stanley im Frühjahr an der Ostküste Afrikas aufbricht, gibt es im Grunde nur zwei Möglichkeiten, wohin seine waghalsige Reise führen wird: zu grossem Ruhm – oder in den Tod.

Letzteres ist der weit wahrscheinlichere Ausgang seines Unterfangens. Das Ziel des walisischen Journalisten scheint simpel: Er will den britischen Afrikaforscher David Livingstone finden. Dieser gilt seit knapp zwei Jahren als verschollen. Das letzte Lebenszeichen des Mannes stammt vom Tanganjikasee. Da will Stanley ihn finden – «tot oder lebendig», wie die «Neue Zürcher Zeitung» schreibt.

1000 Kilometer des Leidens
Die rund 1000 Kilometer zwischen der Küste und dem See wären heute in einem Tag zu schaffen. Im 19. Jahrhundert aber gilt die Reise ins Innere Afrikas als hochriskantes Unterfangen mit ungewissem Ausgang. Vergleichbare Expeditionen sind zu jener Zeit mit grossem Leid und massiven Verlusten verbunden. Ihr Ziel erreichen sie selten, oft hält nur ein kleiner Teil der Reisenden bis zum Ende durch. Viele sterben unterwegs, an Malaria oder Gelbfieber, in Gefechten mit Einheimischen, nach Raubtier-Angriffen oder durch Verhungern. Stanleys Expedition, die von der US-Boulevardzeitung «New York Herald» finanziert wird, ist keine Ausnahme. 190 Mann begleiten den 30-jährigen Journalisten zu Beginn: Träger, Übersetzer, Köche, Soldaten. Schon nach wenigen Tagen werden es weniger: Einige desertieren, viele werden krank und bleiben zurück, immer wieder kommt es zu Todesfällen. Stanley selbst erkrankt mehrmals an Malaria, einmal ist er eine ganze Woche bewusstlos. 

286 Tage unterwegs
Stanleys Zähigkeit sollte sich auszahlen. Zwei Monate später, am 10. November 1871, trifft er am Tanganjikasee ein. Seine Reisegruppe ist auf rund 50 Mann geschrumpft, der Journalist ist entkräftet und wird neuerlich von Fieberschüben geplagt. Aber er hat es geschafft: Vor dem Dorf Ujiji, von wo aus Livingstone seinen letzten Brief abgeschickt hat, eilt ein Bote herbei. Der alte weisse Mann sei noch immer hier, sagt er, krank zwar, aber lebendig. Wenig später steht Stanley vor Livingstone. Zeichnungen der Szene zeigen zwei Männer vor Hütten mit Strohdächern, respektvoll die Hüte ziehend, in Stanleys Rücken ein Träger mit der US-Flagge. Dass das Treffen bald zur Legende wird, hängt nicht unwesentlich mit den ersten Worten zusammen, die Stanley an den verschollenen Forscher richtet. «Doctor Livingstone, I presume?», soll Stanley gesagt haben: «Doktor Livingstone, nehme ich an?» Die äusserst formelle Begrüssung erlangt bald Berühmtheit. Das Zitat ist bis heute über den englischen Sprachraum hinaus bekannt. 

Herzlich, Markus Baumgartner

 
 
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