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Der Schweizer Judenretter von BudapestDieses Jahr gedachte man daran, dass vor 80 Jahren das Ende des 2. Weltkriegs war. Eine Facette ist wenig bekannt: Der Schweizer Diplomat Carl Lutz stellte als Vize-Konsul der Eidgenossenschaft von 1942-45 in Budapest mehrere 10’000 «Schutzbriefe» für jüdische Personen aus, die das Leben von rund 62’000 Menschen vor dem tödlichen Zugriff der Nationalsozialisten geschützt haben. Das war die Hälfte der jüdischen Bevölkerung von Budapest. Carl Lutz starb vor 50 Jahren. Seine Motivation nahm er aus dem christlichen Glauben.Er war ein Mann mit Mut und Zivilcourage: Carl Lutz ist 1895 im appenzellischen Walzenhausen in einer methodistischen Familie aufgewachsen. Die ersten religiösen Eindrücke des jungen Carl Lutz waren die Stubenversammlungen in seinem Elternhaus. Dass seine Mutter Ursula eigene geistliche Lieder verfasst hat, war ebenfalls tief prägend für Carl Lutz. Er blieb der Methodistenkirche ein Leben lang verbunden. Zunächst begann er ein Theologie-Studium, entschied sich dann aber anders. Er wurde Diplomat. Die erste Station auf diesem Weg war Jaffa in Palästina. Danach kam Carl Lutz als Vizekonsul nach Budapest. Er gilt als der Mann, der die grösste zivile Rettungsaktion von Juden während des Zweiten Weltkriegs durchgeführt hat: Er wurde zu einem Leuchtturm und hat andere Diplomaten aus neutralen Ländern zu dieser Tätigkeit inspiriert. Respektierter Diplomat Gerügt, statt geehrt Herzlich, Markus Baumgartner |

