«Er gibt das wahre Lebensbrot und macht uns frei aus aller Not.» Mit diesem Lied am Mittagstisch beginnt die Sendung Landfrauenküche bei Milena Knutti aus Erlenbach im Berner Simmental. In ihrer Familie gab es harte Schicksalsschläge und die 30-jährige weiss, dass sie ohne ihren Glauben nicht im gleichen Punkt im Leben stehen würde. Sie war Gastgeberin bei «SRF bi de Lüt-Landfrauenküche» und spricht offen über ihren Glauben an Gott. Die Familie mit ihren drei Buben ist stark im christlichen Glauben verwurzelt und Mitglied einer Freikirche. «Der Glaube ist für mich der Sinn im Leben, der Glaube
an eine Hoffnung, an einen Gott, der alles in der Hand hält und mich wunderbar erschaffen hat. Er trägt mich bei allem, was die Umstände mir bereiten. Auch wenn es nicht immer so lustig ist.» Der Glaube ist auch im Alltag präsent und fliesst in ihre Rituale am Mittag und Abend ein.
Bauernfrau, Lehrerin und Erziehungsberaterin
Milena Knutti ist auf einem Bauernhof in Homberg bei Thun aufgewachsen. 2019 zogen sie auf den Hof von Milenas Mann Kilian. Milena und Kilian sind Eltern von drei Buben im Alter zwischen elf Monaten und knapp vier Jahren. Zusätzlich arbeitet Milena einmal in der Woche talauswärts in Wimmis BE als Lehrerin einer vierten Klasse. Mit dieser Abwechslung zum Alltag daheim sorgt sie auch für das stabilste Einkommen in der Familie. Zusätzlich ist sie als ausgebildete Erziehungsberaterin für die frühe Kindheit tätig. Dazu gehören auch Elternkurse und der Podcast «Warum de?!», der auf Spotify und Apple zu hören ist. «In jeder Folge erzählt sie
ehrlich und humorvoll aus ihrem Alltag mit drei kleinen Jungs, teilt Erfahrungen und gibt Denkanstösse für Eltern, die ihren eigenen Weg in der Erziehung suchen. Mut machen, dranbleiben und zeigen, dass Perfektion keine Voraussetzung für gutes Familienleben ist», berichtet der «Schweizer Bauer».
Harte Schicksalsschläge in der Familie
In ihrer Familie gab es Schicksalsschläge, bei denen Milena zwei ältere Geschwister bei einem tödlichen Unfall verloren hat. Diese Ereignisse prägten die Familie. «Ohne den Glauben an Gott wäre unsere Familie an den Schicksalsschlägen zerbrochen», ist Milena Knutti überzeugt. Obwohl sie noch zu jung war, um genau zu realisieren, was passiert war, hatte sie Verlustängste und als Teenager psychische Probleme, berichtet SRF. Die Familie stand damals an einem Abgrund, an dem viele gescheitert wären. Doch Milenas Eltern suchten Halt in einer Schule für Heilung und fanden so ihr Geländer im Glauben. Sie nahmen seelsorgerische Hilfe in Anspruch, damit sie diese Schmerzen nicht ein Leben lang mit sich tragen mussten. Sie erlebten Heilung, als sie ihre Geschichte erzählen konnten und mit ihnen gebetet wurde. Heute ist
die Familie intakt und Milena pflegt ein inniges Verhältnis zu ihren Eltern. Milena Knutti: «Das Verhältnis zum Vater war wie ein umgekehrter Handschuh. Heute haben wir eine wunderbare Beziehung, ein Wunder.» Für sie ist wichtig: «Der Glaube an einen Gott, der uns in der Hand hält und uns Frieden verspricht, war sicher der Lebensretter.»
Eigene Zucht von Garnelen
Als Milena und Kilian den Hof übernahmen, standen die Ställe leer. Im ehemaligen Kuhstall lagert seit Jahren der Käse, den Kilians Eltern im Sommer auf der Alp produzieren. Milena und Kilian konnten neu starten und einen Betrieb nach ihren Ideen aufbauen, berichtet SRF. Heute betreiben sie eine stetig wachsende Truten- und Poulet-Mast «Knuttigeflügel» und vermarkten das Fleisch aus Freilandhaltung selbst. Dazu schlägt Kilian aussergewöhnliche Wege ein: Er experimentiert mit seiner eigenen Simmentaler Zucht – Süsswassergarnelen. Bis jetzt halten sich die Zuchterfolge noch in Grenzen. Trotzdem steht Milena vollkommen hinter dem heiklen, aber
vielversprechenden Projekt. In der Finalsendung am Freitag, 19. Dezember, wird die «Landfrau 2025» gekürt.
Herzlich, Markus Baumgartner
P.S. Save the date: Dienstagsmail-Fest, Sonntag, 15. März 2026, 17.00-20.00 Uhr in Zürich.