![]() Die Social-Media-PfarrerinWas Pfingsten mit Instagram zu tun hatTheresa Brückner ist «Pfarrerin für Kirche im digitalen Raum» in Berlin. In den sozialen Netzen kämpft sie gegen Fundamentalismus und Hasskommentare und für einen liberalen Glauben. Pfingsten ist für sie ein Social-Media-Feiertag. Theresa Brückner ist Influencerin im Namen der evangelischen Kirche. Unter dem Namen «@theresaliebt» und «#waspfarrerinnensomachen» ist die Pfarrerin in Berlin in sozialen Netzwerken unterwegs. Viele ihrer Aktivitäten filmt sie für den YouTube-Kanal oder postet sie auf Twitter oder Instagram, berichtet «Spiegel Online». Sie postet, bloggt und liked als «Pfarrerin für Kirche im digitalen Raum» im Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg in Berlin. Das ist seit Anfang Jahr ihre offizielle Berufsbezeichnung.Das bedeutet, dass der Arbeitsalltag der 32-jährigen häufig online dargestellt wird. Die Kirche hat laut Theresa Brückner in der Vergangenheit zu wenig im Internet gemacht. «Dabei haben die Kirchen gerade für junge Menschen Antworten, beispielsweise zum Themen Leistungsdruck», erklärt die Social-Media-Pfarrerin gegenüber dem «Deutschland Funk». Für die Internet-Pfarrerin gehen die Begegnung von Mensch zu Mensch und Online-Kontakte Hand in Hand. Sie will durch ihre digitalen Aktivitäten vor allem erklären, was sie tut: «Was ich vorher berichtet habe, wird dann im Gottesdienst konkret.» Dies gerade an Pfingsten, das für Theresa Brückner ein Hochfest der sozialen Medien ist: «Pfingsten ist für mich ein besonderes Fest. Der Heilige Geist ist gekommen. Es ging bei Pfingsten vor allem auch um Kommunikation. Der Heilige Geist hat bewirkt, dass sie sich verstanden haben. Genau darum geht es auch in meiner Arbeit.» Theresa Brückner mag klare, verständliche Worte, setzt auf eine Ausgewogenheit von Gefühl und Sachlichkeit. Was sie digital antreibt, macht die Pfarrerin auf ihrem Twitter-Profil deutlich: «Die 14- bis 17-Jährigen leben online – für sie ist die Vorstellung von der Bewältigung des Alltags ohne mobile, internetfähige Geräte nicht nachvollziehbar. Und deswegen brauchen wir digitale Kirche.» Ob es der evangelischen Kirche mit hauptamtlichen Influencern gelingt, tatsächlich bei den «Digital Natives» zu punkten, ist noch nicht abzusehen. Die Follower-Zahl zu steigern ist ein langfristiges Geschäft – digital wie analog. Herzlich, Markus Baumgartner
|

