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No images? Click here ![]() Megatrend Wandern – Gottes Natur erleben
Wandern in der Heimat liegt schon seit Jahren im Trend. Durch die Pandemie hat das Wandern und Laufen einen neuen Schub erhalten. Noch nie haben so viele Menschen Freude und Erholung in den Bergen gesucht. Auch jetzt noch sind die Berge und die Natur für eine Auszeit wunderbare Orte. Es gibt auch wissenschaftliche Beweise, dass schon Spaziergänge nicht nur körperlich guttun, sondern auch neue Ideen hervorbringen. «How great thou art» oder auf Deutsch «Wie gross bist du» heisst eines der bekanntesten Gospel-Lieder (siehe YouTube-Clip). In der Tat fühlen sich die meisten Menschen in der Natur Gott näher: die mächtigen Berge, die saftigen Wiesen, ein türkis glitzernder Bergsee, die spektakulären Landschaftsbilder, die Farben, Formen und Geschmacksrichtungen zeigen, dass ein Architekt mit der Schöpfung etwas Wunderbares geschaffen hat. Am besten erkunden kann man die freie Natur beim Wandern. Das ist seit einigen Jahren wieder gefragt: «Wandern entspricht einem Trend und hat vor allem bei den Männern aller Alterskategorien sowie bei den jüngeren Frauen an Popularität gewonnen», sagte Daniela Bär, Leiterin Corporate Communications/Medien bei Schweiz Tourismus im Interview mit der Plattform «persoenlich.com». Die diversen Schweizer Wanderorganisationen leisten seit vielen Jahren eine unglaubliche Arbeit. Nur dank dieses Engagements gibt es heute in der Schweiz über 65‘000 Kilometer signalisierte und bestens gepflegte Wanderwege. Wandern ist gesund Wandern verdankt seine Beliebtheit nicht zuletzt seiner Multifunktionalität: Das heisst, dass mit dem Wandern sehr unterschiedliche Bedürfnisse gleichzeitig befriedigt werden können: der Aufenthalt in der (unberührten) Natur, die körperliche Bewegung, das Geniessen der landschaftlichen Schönheit, die Ruhe und Erholung, die frische Luft und Geselligkeit. Daniela Bär: «All das lässt sich beim Wandern auf ideale Weise kombinieren.» Wandern und moderate Bewegung bieten auch gesundheitliche Vorteile: Das Risiko an Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken sinkt, Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder werden stabilisiert. Das Immunsystem wird gestärkt. Weiter erhöht längeres Gehen die Produktion körpereigener Hormone und Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin. Dadurch fühlen wir uns wohler und negative Stimmungen wie Trauer und Ärger werden vermindert. Wandern erhöht zudem die Verzweigungs- und Erneuerungsrate von Nervenzellen im Gehirn und verbessert damit das geistige Leistungsvermögen. Laufen im Alltag Doch man muss nicht aufs Wochenende oder die Ferien warten, bis man wieder in die freie Natur kann. Pausen nutzen zum Spazieren zum Beispiel: Der frühere Apple-CEO Steve Jobs pflegte knifflige Probleme und Konflikte auf Spaziergängen zu lösen. Beim Spazieren fand er seine Ruhe. Das gemütliche Schlendern erlaubte ihm, ohne Druck nachzudenken. So wurde manche Idee geboren. Ludwig van Beethoven arbeitete bis zum Mittagessen, unterbrochen von kurzen Pausen mit Spaziergängen an der frischen Luft. Nach dem Essen machte er einen langen Spaziergang. Er hatte immer Notenpapier und Stifte bei sich, um seine musikalischen Ideen notieren zu können. Geistige Agilität erhöhen Der bekannte Psychologe und Nobelpreisträger Daniel Kahneman macht es wie Steve Jobs. Er spaziert täglich sechseinhalb Kilometer, oft zusammen mit Kollegen. Er hat sich seinem Spaziergang auch wissenschaftlich angenähert: «Tatsächlich vermute ich, dass die leichte körperliche Aktivierung durch den Spaziergang zu einer grösseren geistigen Agilität führt.» Er braucht für einen Kilometer etwas mehr als elf Minuten. Das ist ein gemütliches Tempo ohne jeden Druck, das ihm erlaubt, einfacher nachzudenken. Entscheidend ist ein gemächliches Tempo, hat er festgestellt. Er habe bei diesen Spaziergängen die besten Einfälle gehabt. Der Spaziergang ist ein einfacher Weg, um aus der täglichen Hektik auszubrechen. Der Psychologe Kahn hat aufgezeigt, dass diese Hektik kreativitätshemmend und der geistigen Agilität abträglich ist. Herzlich, Markus Baumgartner |
