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Great Resignation? Von wegen!

Im angelsächsischen Raum macht ein Buzzword die Runde: The Great Resignation. Es umschreibt die Kündigungswelle, welche die Arbeitsmärkte in den USA und Grossbritannien nach der Pandemie erfasst hat. Die Kündigungswelle könnte den Arbeitsmarkt in Zukunft stark verändern. Dabei hat «The Great Resignation» ihre Wurzeln in der Bibel.

 

Nach der Pandemie ist die Kündigungsquote in den USA auf rekordhohe drei Prozent gestiegen. Insgesamt 43 Millionen US-Amerikaner kündigten 2021 ihre Jobs. Diese Tendenz setzte sich 2022 fort: Durchschnittlich kündigen vier Millionen US-Amerikaner monatlich.  Auch in Grossbritannien war die Zahl der Stellenwechsel, die nicht auf Entlassungen zurückzuführen sind, so gross wie seit 20 Jahren nicht mehr, schreibt die «Handelszeitung». Arbeitnehmer sind seit der Pandemie eher bereit, ihren Job zu wechseln als noch vorher: In Europa hat sich die Fluktuation stark erhöht – in Frankreich sogar verdoppelt. 

Was bringt mein Herz zum Singen?

In der Pandemie herrschte die «Great Isolation», bei der sich Hunderttausende in Quarantäne begeben mussten und damit die Wirtschaft lähmten. Die Pandemie hat nun viele Menschen bewogen, neu zu bewerten, was für sie im Leben wichtig ist: Karin Kimbrough ist Chefökonomin von LinkedIn, einer international viel genutzten Online-Jobbörse. Im Gespräch mit der Fernsehserie «60-Minuten» konstatiert sie: «Die Pandemie hat uns alle zum Nachdenken gebracht. Was will ich tun? Was bringt mein Herz zum Singen? Und die Leute denken: Wenn nicht jetzt, wann dann?» Das Video wurde bei YouTube unter dem Titel «Why are Americans choosing to quit their jobs in record numbers?“» schon fast fünf Millionen Mal aufgerufen und fast 70’000-mal kommentiert.

Als Ergebnis dieser Überlegungen nehmen viele Menschen grosse Veränderungen in ihrem Leben vor. Die Pandemie hat das Verhältnis zur Arbeit verändert. Arbeitnehmende wollten besser bezahlt werden und flexibler arbeiten. Mehr noch, die Angestellten wollen mehr Respekt. Einige machten sich selbstständig oder treiben ihre Karriere voran. Es besteht der Wunsch nach mehr Arbeitsqualität und Flexibilität. Viele haben sich neu orientiert oder sehen ihren Lebenssinn nun ausserhalb der abgetretenen Pfade. 

Demografischer Wandel

Im Arbeitsmarkt macht sich immer stärker der demografische Wandel bemerkbar. Das heisst, die Arbeitskräfte werden in der Schweiz eher rar. Bis 2030 sind die letzten Baby-Boomer pensioniert. Danach öffnet sich ein demografisches Loch. Gleichzeitig schaffen Unternehmen nach dem Ende vieler Corona-Massnahmen wieder mehr Stellen. Auf dem Arbeitsmarkt trifft ein verknapptes Angebot auf eine erhöhte Nachfrage.

Es fehlt also grundsätzlich an genügend Arbeitskräften und der akute Fachkräftemangel wird zunehmend strukturell.  Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass die Löhne im Durchschnitt steigen werden. Eine Arbeitnehmerin schrieb dazu: «Wir alle bewegen uns definitiv kollektiv und hoffentlich in eine neue Realität, in der wir unser Leben so leben, wie es für uns bestimmt ist. Eines mit Freiheit, Integrität und Respekt für alle anderen. Gott segne diese Pandemie.»

Great Resignation und die Bibel

Die Arbeitswelt und die Arbeitsgewohnheiten haben sich im 21. Jahrhundert bereits grundlegend verändert. Dies schon bevor die Pandemie aufkam und alles beschleunigte, neu ausrichtete und umgestaltete. Viele von uns sind Workaholics. Jesus wäre das nicht. Jesus war als Zimmermann ausgebildet und in seinen Gleichnissen über das Reich Gottes identifiziert er die Menschen oft durch ihren Beruf. Es gibt einen Hirten, einen Bauern, einen Arzt, einen Sämann, einen Hausherrn, einen Verwalter, einen Fischer, einen Kaufmann, einen Arbeiter und eine Bäckerin, wenn man die Frau mitzählt, die Hefe in den Teig knetet. Das einzige direkte Gebot von Jesus in der Bergpredigt richtet sich gegen die Arbeitssucht: «Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht mehr wert als sie?»

Der Apostel Paulus ermahnt die Christen aber auch zu harter Arbeit: «Mit Mühsal und Arbeit haben wir Tag und Nacht gearbeitet, damit wir niemandem von euch zur Last fallen» schreibt er, «wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen. Denn wir haben gehört, dass einige von euch im Müssiggang leben, die sich nur mit Arbeit beschäftigen und nichts tun. Solchen aber gebieten und ermahnen wir in dem Herrn Jesus Christus, dass sie ihre Arbeit in Ruhe tun und ihren Lebensunterhalt selbst verdienen.» Die Great Resignation hat ihre Wurzeln in der Bibel: Die Apostel waren die ersten, die an der Great Resignation teilnahmen. Jesus ging auf einen Haufen Leute zu und sagte: «Kündigt diesen Job und folgt mir nach». Und was taten sie alle? Sie kündigten ihre langweilige Arbeit und folgten ihm. Jesus sagte ihnen, er habe ein grösseres Ziel für ihr Leben. Also gaben sie den Fischfang und das Steuereintreiben auf und änderten sich, um sich zu verbessern. 

Ich wünsche Gottes Rückenwind und Segen zum neuen Jahr!

Herzlich, Markus Baumgartner

 
 
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