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Weltweites Interesse für KircheninnovationGeht eine Kirche neue Wege, kann das weltweites Interesse hervorrufen. Die katholische Kirche in Luzern hält ihrem verstaubten Image etwas entgegen. Sie hat keine Scheu vor neuen Entwicklungen und spielt mit neuen Technologien. Zwei Monate lang konnten Besucher der Luzerner Peterskapelle im Beichtstuhl dem Jesus-Avatar Fragen stellen. Die Gespräche mit dem künstlichen Jesus waren der Renner: Der KI-Jesus führte 900 Gespräche über Gott und die Welt.Zwei Monate lang war die künstliche Intelligenz KI in Form von Jesus in der Kapelle gleich neben der Kapellbrücke für alle Interessierten zugänglich. Der KI-Jesus führte dabei 900 Gespräche mit Interessierten von nah und fern und beantwortete auch schwierige Fragen: «Warum gibt es so viel Leid auf der Welt?» – «Werde ich jemals wahre Liebe finden?» – «Existiert Gott wirklich?» – «Was passiert nach dem Tod?» oder «Wie steht die Kirche zur Homosexualität?». Die meisten unterhielten sich auf Deutsch, rund 200 auf Englisch. Auch auf Chinesisch, Vietnamesisch oder Polnisch wurden Fragen gestellt – denn der KI-Jesus beherrschte über 100 Sprachen. Die meisten Gesprächspartner waren katholisch und über 40 Jahre alt. Doch auch Junge, Atheistinnen und Atheisten, Agnostiker, Protestanten, Moslems und Hindus wollten mit dem Avatar sprechen. Weltweites Medienecho Die Innovation der Katholischen Kirche in Luzern wurde weltweit aufgenommen. Berichte gab es in den Tageszeitungen «Österreich»/oe24, der Berliner Morgenpost, «Euronews» und dem «Domradio». «AI-Jesus in Lucerne’s Peters Chapel», stand im britischen «Guardian». Auch die «New York Post», «Vice» die «Hindustan Times» oder die «Manila Times» haben über das Projekt berichtet. «Sogar der Vatikan hat sich erkundigt», berichtet SRF. Inspirierend und respektvoll Die katholische Kirche der Stadt Luzern hat das Projekt zusammen mit der Hochschule Luzern durchgeführt. Für das Experiment verwendete das Projektteam «GPT-4o» von OpenAI. Die Spracherkennung lief über Whisper und der Jesus auf dem Bildschirm stammte von Heygen. Der KI-Jesus wurde mit Inhalt des neuen Testaments trainiert. Menschen konnten der Mitmach-Kunstinstallation Fragen stellen und erhielten von einer Jesus ähnlichen Gestalt auf einem Bildschirm Antworten. «Viele Skeptiker waren überrascht, wie gut der künstliche Jesus ihre Fragen beantworten konnte», sagt Marco Schmid, Theologe bei der Peterskapelle in Luzern. Rund 290 Menschen füllten nach dem Gespräch mit der KI einen Fragebogen aus. Viele erlebten die Erfahrung demnach als inspirierend und respektvoll. Menschen mit christlichem Hintergrund berichteten von sprituellen Momenten im Gespräch mit dem «KI-Jesus». Herzlich, Markus Baumgartner |

