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Wie Staatsanwältin Rätsel der Bibel löstTatorte gehören zu ihrem beruflichen Alltag: Als Rheintaler Staatsanwältin macht sie sich bei aussergewöhnlichen Todesfällen oder schweren Gewaltdelikten ein Bild vor Ort. In einer Artikel-Serie «Spurensuche» zieht Janine Lanker (35) im Thurgauer Kirchenboten jeden Monat interessante Parallelen zu biblischen und heutigen Tatorten.«Die Geschichte von Jesus, der als Unschuldiger von so vielen Menschen vorverurteilt und schliesslich sogar zum Tode verurteilt wurde, zeigt, dass es wichtig ist, nicht vorschnell ein Urteil zu fällen und neutral zu ermitteln. Dies, auch wenn manchmal von aussen schon ganz viele Einflüsse kommen», erklärt die Staatsanwältin Janine Anliker im «Thurgauer Kirchenbote». Das ist auch in ihrem Beruf sehr wichtig: Man muss sich immer ein Bild von den Gesamtumständen und von der beschuldigten Person selbst machen: «Es ist nicht immer einfach, bei unterschiedlichen Aussagen, Darstellungen, Interpretationen, etc. herauszufinden, was sich nun wirklich zugetragen hat. Hier ist eine offene Einstellung ohne Vorurteile und eine Ermittlung in alle relevanten Richtungen wichtig.» Passend dazu zitiert sie den Vers aus Sprüche 18,17: «Wer als Erster vor Gericht aussagt, scheint recht zu haben; dann aber kommt sein Gegner und zeigt die andere Seite auf.» Mit Tatorten vertraut Tatorte in der Bibel In der Bibel ist der Hügel von Golgatha für Janine Anliker der wohl bedeutsamste Tatort: Jesus wurde dort ans Kreuz genagelt. «Wenn man bedenkt, dass er unschuldig war, ist das echt schlimm. Für uns Menschen bringt aber genau diese Tat ein Happy End mit sich: Nur so haben wir die Chance erhalten, vor Gott bestehen zu können», sagt die Staatsanwältin. Sie zitiert dazu 2. Korinther 5,21: «Denn Gott hat Christus, der ohne Sünde war, mit all unserer Schuld beladen und verurteilt, damit wir freigesprochen sind und vor ihm bestehen können.» Herzlich, Markus Baumgartner |

