Sam Urech hat acht Jahre als Sportjournalist beim «Blick» gearbeitet und war zuletzt stellvertretender Verantwortlicher für Blick.ch/sport. Die Boulevardzeitung «Blick» steht seit der Gründung für einfache und verständliche Sprache und eingängige Schlagzeilen wie «Spiel, Satz, Schweiz! Federer im Traumfinal» oder «Berner Schnellzug nicht zu stoppen: Sempach und Stucki am eidgenössischen Schwingfest top». Wer solches gelernt hat, kann es auch für die Kirche umsetzen. 2016 gründete Sam Urech die Kommunikationsagentur «ratsam» – und wurde vom Onlineportal Nau.ch als
Halleluja-Kolumnist engagiert. Dort schreibt er jeden Freitag über seine unverschämt altmodischen Ansichten: «Wir müssen uns nicht für unseren Glauben schämen. Ich wollte Christen herausfordern, sich dies neu zu überlegen.» An ihm selbst gebe es «nichts Spektakuläreres als Jesus» – das sei das Spannendste an ihm. Nach 106 wöchentlichen Halleluja-Kolumnen machte Sam Urech 2022 vorläufig Schluss. 2024 nahm er den Faden wieder auf, ohne aber auf den Wochen-Rhythmus fixiert zu sein. Selbstbewusst, herausfordernd und ehrlich schreibt er von dem, was ihm am wichtigsten ist – von Jesus. Als trainierter Boulevardjournalist weiss Sam Urech, wie ein Thema Schlagzeilen macht. Also dockte er bei aktuellen Ereignissen an, die Beachtung finden.
Christliches Thema in knackiger
Sprache
Wie kam es überhaupt zu dieser Halleluja-Kolumne? Dazu Nau.ch-Chefredaktor Micha Zbinden: «Als wir zusammen beim ‘Blick’ waren, hatte Sam Urech ein Bild von Fussballstar Roberto Firmino auf Facebook gestellt. Der Liverpool-Spieler liess sich im Swimming-Pool von Goalie Alisson Becker taufen. Für mich war klar: Nur Sam kann mir dazu die Hintergründe richtig erklären. Das hat er getan.» Nau.ch ist die fünftgrösste News-Seite in der Schweiz. Als Halleluja-Kolumnist schreibt Sam Urech über ein aktuelles Thema aus christlicher Perspektive in knackiger Sprache. Sam Urech sorgt in seinen Kolumnen für starke Emotionen. Er schafft es immer wieder den Nerv der Leserschaft zu treffen: «Für viele ist Gott ein Reizthema. Fast jeder in der Schweiz hat einen Bezug zum Christentum. Wenn ich dann mit meinen Kolumnen reingrätsche,
kann das polarisieren und natürlich auch Bestürzung und Wut auslösen.» Die Kolumne erreicht rund 250’000 Lesende. Der Halloween-Artikel (https://www.nau.ch/news/stimmen-der-schweiz/satans-liebste-party-bitte-feiern-sie-kein-halloween-66852904 ) «Satans liebste Party» (war am Publikationstag der meistgelesene Artikel auf Nau.ch. Der Artikel über Bundesrat Alain Berset auch. Zu den meistgeklickten gehört auch der Artikel über den ESC «Nemo mit Dornenkrone: Hoffentlich wusste er
nicht, was er tut». Auch sonst ist die Kolumne meistens in den Top-8 und somit im jeweiligen Tages-Newsletter verlinkt.
Schlagfertigkeit für Kirchen
Hinter dem aktiven Arbeitsleben steckt aber auch ein Mann, der es trotz Enttäuschungen und herausfordernden Lebensumständen gelernt hat, immer wieder aufzustehen. Sam Urech liebt seine Familie, seine Kirche, Guinness, den EHC Wetzikon, wo er im Vorstand agiert, den FC Wetzikon, bei dem er Jugendtrainer ist und seinen Herzensverein, den FC Carl Zeiss Jena. Vor allem aber liebt er Jesus Christus, wie er sagt. Sein Broterwerb ist neben seiner Tätigkeit als Halleluja-Kolumnist in erster Linie das Angebot als Kommunikationsberater und neu auch als Redner im christlichen Umfeld. Thema sind «Identität als Berufung»: Darüber durfte ich im Januar im ICF Youth
(Zürich) eine Kurzmessage halten oder in der Freien Christengemeinde Wetzikon Gedanken weitergeben. Als Halleluja-Kolumnist erlebt er oft auch Anfeindung. Beim Thema «Menschenfurcht ist nur ein Symptom» spricht er gerne darüber, wie Jesus die Angst vor Menschen wegnimmt. Zum Beispiel im Talk in der FEG Wetzikon und im ICF Rapperswil.
Herzlich, Markus Baumgartner