CNM
  • Services
    • Seminare
    • Referate
    • Beratungen
    • Praxisbuch
    • Checklisten
    • Vorlagen
  • Dienstagsmail
    • Dienstagsmail
    • Anmeldung
    • Award & Fest
    • Archiv
  • Über uns
    • Wer ist cnm
    • Video
  • Kontakt
Select Page

No images? Click here

 

Kirche sorgt für höheres Wohlbefinden

 

Spiritualität ist eine wichtige Ressource für das Leben – in vielen Bereichen eine Wohltat. Ein christlicher Lebensstil reduziert die Sterblichkeit und ist ein Jungbrunnen bezüglich Langlebigkeit (Longevity). Das wurde mit Studien über das Leben von Nonnen im Kloster bewiesen. Neue Studien zeigen auch, dass die feste Zugehörigkeit zu einer Kirche dem Leben gut tut. Die Teilnahme an Gottesdiensten kann die Gesundheit fördern, weil sie soziale Integration verbessert, gesundheitliche Verhaltensweisen reguliert, ein Gefühl von Sinn vermittelt und den Charakter stärkt.

 
 

Der christliche Glaube wurde lange aus der Wissenschaft ausgesperrt. Heute geht man das komplementär an und sieht die Synergien. Ein Langzeitstudie der Yale University (USA) untersucht seit 85 Jahren, was Menschen besonders glücklich macht. Das Resultat: Wenn wir in Beziehungen leben. Eindrücklich sind hier die in der Oxford-Akademie publizierten Forschungsergebnisse mit jungen, mittelalterlichen und älteren Erwachsenen, welche die Bedeutung des Gottesdienstbesuches im Langzeitverlauf untersucht haben. Der Gottesdienst wurde dabei als Teilhabe an einer religiösen Gemeinschaft verstanden. In diesem Sinne ist Gottesdienstbesuch ein Mass für soziale Integration. Die Daten zeigen, dass Personen, die mindestens einmal pro Woche einen Gottesdienst besuchten, im Vergleich zu denjenigen, die nie einen Gottesdienst besuchten, ein um 26 Prozent geringeres Risiko für Gesamtmortalität, 34 Prozent geringeres Risiko für starken Alkoholkonsum und 29 Prozent geringeres Risiko für Rauchen hatten. Der Besuch eines Gottesdienstes hat auch einen positiven Einfluss auf eine Reihe von psychologischen Stressfaktoren wie Depression, Angst, Hoffnungslosigkeit oder Einsamkeit. Der Gottesdienstbesuch hat weiter eine positive Wirkung auf psychosoziale Wohlbefindlichkeitsfaktoren wie Lebenszufriedenheit, soziale Integration und Lebenssinn. Wer regelmässig Gottesdienste besucht, hat ein tieferes Risiko für Gesamtmortalität, Suizid und Depression. «Die spirituelle Verbundenheit und das gemeinsame Fundament sind spürbar», erklärt die Schweizer Neurowissenschaftlerin und Psychologin Maria Brasser-Michel dazu. 

Nonnen leben es vor
Spiritual Care als neues Forschungs- und Praxisfeld etabliert sich zunehmend in der Medizin und weiteren Gesundheitsfachbereichen. Der Masterkurs für Spiritual Care an der Universität Basel bildet dazu ein interessantes, interdisziplinäres Weiterbildungsangebot. Dozent im Kurs ist der Arzt René Hefti, der regelmässig Themen zu Spiritualität und Gesundheit beleuchtet und das Forschungsinstitut für Spiritualität und Gesundheit (FISG) in Langenthal leitet. So zum Beispiel die Studie mit über 140 Nonnen in Umbrien (Italien) und einer Vergleichsgruppe von 138 gleichaltriger Frauen. Die 30-jährige Langzeitstudie zeigt, dass die Blutdruck-Werte und die Herz-Kreislauf-Gesundheit der Nonnen viel besser sind. Der Lebensstil der Nonnen ist geprägt von «Ora et Labora», von Arbeit und Ruhe. Der Alltag der Nonnen besteht aus Regelmässigkeit, Achtsamkeit, Gemeinschaft und regenerativen Pausen – das könnte ein Schlüssel zu einem gesunden Herzen sein. Zur Stressbewältigung braucht es eine Work-Life-Balance mit Pausen. Das müssen aber regenerative Pausen sein, wo man die Belastungen des Alltags ablegen kann. 

Glaube = Kooperation mit dem Gehirn
Maria Brasser-Michel Mitgründerin von Hirncoach erläutert, dass unser Gehirn nur zwei Prozent des Körpergewichts ausmacht, aber 20 Prozent des Sauerstoffs und 20 Prozent der Energie braucht. Daher will das Gehirn Energie sparen und nimmt dann gewohnte Bahnen. Wenn das Gehirn sich ganz im Moment befindet, spricht man vom «Default Mode Network» – das Gehirn ist in einem Traum-Modus. «Wenn wir Spiritualität leben, gehen wir in das Default Mode Network. Es ist eine Wohltat für das Hirn», so Maria Brasser-Michel. Sie ermutigt daher Aha-Momente (Heureka) zu erleben: «Dann sind wir ganz im Default Mode Network.» Die Neurowissenschaftlerin zitiert dabei auch die Bibel: «Behüte dein Herz (deine Gedanken) mit allem Fleiss, denn daraus quillt das Leben.» (Sprüche 4,23)

Herzlich, Markus Baumgartner

 
 
  Share 
  Tweet 
  Share 
  Forward 

Das Dienstagsmail wird vom gemeinnützigen
Verein cnm herausgegeben. 

Kostenlos für das Dienstagsmail anmelden.

Preferences  |  Unsubscribe
 
cnm (cooperation neue medien) | info@cnm.ch
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung